Galerie


Mit Blumen achtsam und naturnah gestalten

Ikebana bedeutet für mich, die Natur genau zu beobachten, achtsam mit ihr umzugehen. Wenn ich durch die Natur streife, um Äste und Blüten zu sammeln, dann schneide ich nicht einfach einen Zweig ab. Ich beobachte, wie die Pflanze gewachsen ist, wie sich ihre Zweige neigen und in welche Richtung ihre Blüten schauen. Im Ikebana hat jedes Blatt eine Sonnen- und eine Schattenseite. Je nachdem wie man es steckt, drückt es eine andere Lebendigkeit aus.

In Japan ist Ikebana eine eigenständige Kunstform, die sich aus dem Brauch des Blumenopfers in buddhistischen Tempeln entwickelt hat. Ikebana zählt wie Kalligraphie und Bogenschiessen zu den traditionellen Zen-Disziplinen. Seit 2009 bin ich auf dem Ikebanaweg – (jap.) Kado – unterwegs. Was mich daran fasziniert, ist das strukturierte und präzise Arbeiten, das tiefe Beobachten in innerer Ruhe.

Freestyle


Frei aber nicht ganz… Die Prinzipien des Ikebana, Asymmetrie und Raum, bleiben auch im Freien
Stil vorhanden.

Shoka


Das Shoka-Arrangement basiert auf drei Hauptlinien und stellt die natürliche Schönheit der Blumen
dar. Es unterscheidet sich in zwei Kategorien: Shoka Shofutai/klassisch,
in der Edo-Zeit im 17. Jh. entstanden, Shoka Shimputai, modern, 1977 entwickelt.

Shimputai

Shofutai klassisch

Rikka


Seit über 500 Jahren existiert diese Ikebana-Form. Rikka bedeutet stehende Blume. Seine
Charakteristik ist der säulenförmige Fuss. Auch hier unterscheidet sich das klassische vom
modernen Rikka, welches im Jahr 1999 ins Leben gerufen wurde.

Shimputai

Shofutai klassisch